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  Mastozytose Initiative
 Selbsthilfenetzwerk e.V.
 
 
 
Histaminarme Ernährung

                                                                                                           
                                                                                                      
Für einen Patienten mit Mastozytose kann es wichtig sein, sich histaminarm zu ernähren, denn histaminreiche, sowie Histamin freisetzende Lebensmittel können Symptome verursachen.
Es ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich welche Lebensmittel Symptome hervorrufen und welche nicht. Darum gibt es keine Liste verbotener Lebensmittel, wie dies bei Allergien der Fall ist. Es gibt lediglich eine Auflistung von Lebensmitteln, die als ungeeignet gelten. Der Patient muss selbst testen, was er verträgt und was nicht, oder welche Lebensmittel er eventuell in kleinen Mengen zu sich nehmen kann. Was vertragen wird, kann von Tag zu Tag unterschiedlich sein, dies scheint unter anderem damit zusammen zu hängen, ob bereits histaminhaltige Nahrungsmittel zu sich genommen wurden.

In die Liste der „nicht geeigneten“ Lebensmittel wurden neben histaminreichen auch tyraminhaltige Nahrungsmittel eingearbeitet. Tyramin gehört zu den Biogenen Aminen, die den Abbau von Histamin hemmen und darum ebenso (je nach individueller Verträglichkeit) gemieden werden sollten.

Es kann wichtig sein, folgende Punkte zu beachten:
  1. Je länger ein Lebensmittel lagert, desto mehr ist es mit Histamin belastet. Darum sollten die Produkte so frisch wie möglich verzehrt werden. (Übrig gebliebene und wiederholt aufgewärmte Speisen können deshalb zu Unverträglichkeiten führen.
  2. Histamin ist hitze- und kältestabil. Darum wird es weder durch Backen, Braten, Kochen oder Tiefkühlen zerstört.
  3. Alkohol sollte gemieden werden, da dieser das Histamin abbauende Enzym (Diaminoxidase) hemmt. Und da er als Flüssigkeit sehr schnell resorbiert wird, kann die Hemmung der Diaminoxidase zu Unverträglichkeiten führen.
  4. Am Besten verträglich sind Speisen, die selbst zubereitet (ohne Zusatzstoffe) und nicht fertig gekauft werden.
  5. Wichtig ist auch darauf zu achten, Speisen und Getränke nicht zu warm zu sich zu nehmen, da dies zu einer Degranulation (Ausschüttung) der Mastzellen und damit zu Symptomen führen kann.


Nicht geeignet Geeignet
Nicht geeignete Getreideprodukte Geeignete Getreideprodukte
Fertigbackmischungen alle selbst hergestellten Teigarten
Paniermehl Getreideflocken, - körner
Umstritten: Weizenmehl Nudeln
Kartoffeln
Knäckebrot (evtl. Vorsicht wg. Hefe!)
Nicht geeigneter Fisch Geeigneter Fisch
Geräucherter Fisch (z.B.: Bücklinge, Forelle
Schillerlocken) Seelachs
Fischkonserven Seehecht
Hering Rot- und Goldbarsch
Makrele Frisch gefangen: Scholle, Kabeljau
Matjes Vorsicht: auf Eis gelagerter
Meeresfrüchte (z.B.: Krabben,  Fisch darf in den Geschäften
Muscheln, Shrimps, Tintenfisch) als frisch bezeichnet werden,
Rollmops obwohl er bis zu einer Woche alt
Sardine und damit ungeeignet wäre.
Sardelle
Schellfisch
Thunfisch
Nicht geeignete Fleisch- und Geeignete Fleisch- und 
Wurstwaren, Eier Wurstwaren,Eier
Innereien (z.B.: Leber) Geflügel-, Lamm-, Kalb-, Rindfleisch
Schweinefleisch umstritten: Bratenaufschnitt
Wurst (v.a.: Cervelat, geräucherte  umstritten: Frischwurst (z.B.: 
Würste, Jagdwurst, Leberwurst, Mortadella, Bierschinken,
Knappseer, Mettwurst, Osso Collo, Gelbwurst)
Salami, Schinken, Speck)
Soleier frische Eier 
(umstritten: Hühnereiweiss)
Nicht geeignetes Gemüse Geeignetes Gemüse
Aubergine Sämtliches Gemüse, das auf der 
Avocado linken Seite nicht genannt wird,
Gemüsekonserven z.B.: Chinakohl
Gemüsesäfte Karotten
Hülsenfrüchte (z.B.: Carob, Bohnen, Kartoffeln
Erbsen, Kichererbsen) Kürbis
Oliven Paprika
Peperoni Rote Beete
Steinpilze Zwiebel
Tomaten, Tomatenmark, Ketchup Kürbis
Fertigsalate
Sauerkraut
Spinat
Allgemein, jedes fermentierte,
mit Hilfe von Milchsäuren 
eingelegtes Gemüse(z.B.:
Gewürzgurken, Mixed Pickles)
Nicht geeignete Früchte Geeignete Früchte
Alle Nüsse Sämtliche Früchte, die auf der 
Ananas linken Seite nicht genannt werden,
Bananen z. B.: Äpfel
Erdbeeren Aprikosen
Himbeeren Birnen
Kiwi Heidelbeeren
Mandeln Johannisbeeren
Mango Kirschen
Obstkonserven Melonen
Papaya Mirabellen
Pflaumen Nektarinen
Rhabarber Pfirsiche
Trauben
Trockenobst
Nicht geeignete Milchprodukte Geeignete Milchprodukte
Buttermilch Milch
Joghurt Kondensmilch
Hart-, Weich-, Schmelzkäse Hüttenkäse
(z.B.: Alpenkäse, Bergkäse, Brie, Quark
Camembert, Cheddar, Emmentaler, Sahne
Gouda, Grouvère, Harzer Käse,
Handkäse, Parmesan, Roquefort,
Stilton, Tilsiter)
Nicht geeigente Süßwaren Geeignete Süßwaren
Früchtebrot Fruchtbonbons
Lakritze Fruchtgummi
Marzipan Kaugummi
Nougat Popcorn
Schokolade
Süßwaren mit Likör
Stollen
Nicht geeignete Getränke Geeignete Getränke
Alkohol (z.B.: alkoholhaltiges und Mineralwasser
alkoholfreies Bier, Champagner,  Kräutertee
Sekt, Rotwein, Weißwein) Kaffee (bis zu zwei Tassen am Tag)
Apfelmost Selbst zubereitete Obst- und 
Cola Gemüsesäfte
Fanta
Limonaden
Obstsäfte (konserviert)
Gemüsesäfte (konserviert)
Sonstiges
Citronensäure (z.B.: in Marmelade)
Curry
Essig
Honig
Geschmacks-, Farb- und  
Konservierungsstoffe
Glutamat (Vorsicht: Chinesische Küche)
Hefe, Hefeextrakte
Maggi
Marmelade
Senf
Sojabohnen, Sojaprodukte, Sojasauce
Sonnenblumenkerne
Suppen-, Soßen-, Brühwürfel
Tofu